Nach internationalem Kräftemessen warten nun die Bundesliga-Duelle gegen Neukölln und Hannover
Ein intensives und hochklassiges Europapokal-Wochenende liegt hinter den Potsdam Orcas. Bei der Qualifikationsrunde II des Conference Cups (Gruppe A) traf die jüngste Mannschaft der Bundesliga im heimischen Blu auf internationale Spitzenklubs – und sammelte dabei wertvolle Erfahrungen auf höchstem Niveau.
Sportlich sicherte sich GS Apollon Smyrnis mit drei Siegen den ersten Platz, Panionios GSS zog als Zweiter ins Viertelfinale ein. VK Partizan Belgrad und die Potsdam Orcas schieden aus.


Mutige Auftritte gegen starke Konkurrenz
Dass die Aufgabe enorm anspruchsvoll werden würde, war im Vorfeld klar. In Potsdam spielten routinierte Profiteams gegen eine sehr junge Mannschaft. Dennoch zeigte das Team von Trainer Alexander Tchigir über weite Strecken Charakter und Spielfreude.
Zum Auftakt unterlagen die Orcas Panionios mit 9:21. Die Potsdamer Treffer erzielten Arne Hoffmann (4), Finn Taubert (2), Marian Kob (1), Elias Goethke (1) und Thilo Popp (1).
Am Sonnabend wartete mit Apollon der spätere Turniersieger. Beim 8:19 zeigte Potsdam phasenweise seine beste Turnierleistung. Für die Orcas trafen Arne Hoffmann (4), Marian Kob (2), Finn Taubert (1) und Elias Goethke (1).
Im abschließenden Spiel gegen Partizan Belgrad startete Potsdam stark und ging früh in Führung. Mit zunehmender Spielzeit setzte sich jedoch die internationale Routine der Serben durch. Beim 6:16 erzielten Arne Hoffmann (3), Finn Taubert (2) und Elias Goethke (1) die Tore.
Trainer Tchigir zog trotz der Ergebnisse ein positives Fazit:
„Ich bin sehr zufrieden mit dem Auftritt meiner Mannschaft. Die Jungs haben sich dieser schweren Aufgabe mutig und couragiert gestellt. Diese Erfahrungen werden uns im weiteren Saisonverlauf helfen.“
Kapitän Lu Mieo Ulrich betonte zudem die besondere Bedeutung des Wochenendes:
„Wir sind dem Verein sehr dankbar, dass wir hier zu Hause gegen solche Top-Teams spielen durften. Der Club hat sich dieser großen organisatorischen Aufgabe gestellt. Für uns Spieler war es etwas Besonderes, vor heimischem Publikum gegen so starke Gegner anzutreten.“


Stimmungsvoll und professionell organisiert
Neben dem Sport war die Atmosphäre auf den Rängen ein echtes Highlight. An allen drei Tagen herrschte eine leidenschaftliche, aber stets faire Stimmung. Rund 70 griechische Fans unterstützten Apollon lautstark und verwandelten das Blu zeitweise in eine kleine Europapokal-Arena.
Auch organisatorisch verlief das Turnier nahezu reibungslos. Sandra Seifert, Leiterin des Organisationskomitees, zog ein positives Fazit:
„Alle Rädchen haben gut ineinandergegriffen. Mannschaften, Offizielle und Fans haben uns ein durchweg positives Feedback gegeben.“
André Laube, sportlicher Leiter der Orcas, ergänzte:
„Wir haben die erstmalige Ausrichtung eines europäischen Vereinswettbewerbs erfolgreich gemeistert. Der hohe Einsatz in der Vorbereitung hat sich absolut gelohnt.“
Ein besonderer Dank gilt dem Brandenburger Ministerium für Bildung, Jugend und Sport, der Landeshauptstadt Potsdam sowie der Bäderlandschaft Potsdam und deren Mitarbeitenden für die engagierte Unterstützung.


Bundesliga geht nahtlos weiter
Nach dem internationalen Wochenende richtet sich der Fokus sofort wieder auf die Liga. Am Mittwoch treten die Orcas bei der SG Neukölln an. Das Hinspiel gewann Potsdam mit 17:9, als aktueller Tabellenvierter geht man mit einer leichten Favoritenrolle in die Partie beim Siebtplatzierten.
Am Samstag, 28. Februar, um 16 Uhr folgt im Blu eines der wichtigsten Saisonspiele: das Rückspiel gegen die White Sharks Hannover. Das Hinspiel im November ging auswärts knapp mit 16:19 verloren – entsprechend groß ist die Motivation, vor heimischem Publikum zu punkten.

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Kader Potsdam Orcas
Torhüter: Simon Willem, Max Rössel
Feldspieler:
Finn Taubert (5), Marian Kob (3), Tyler Kugler, Arne Hoffmann (11), Filip Dittmer, Fabian Liedtke, Matti Arnold, Elias Goethke (3), Thilo Popp (1), Florian Burger, Lu Mieo Ulrich, Noel Eisenreich, Mason Irving


Ergebnisse Gruppe A
Freitag, 20. Februar
VK Partizan Belgrad – GS Apollon Smyrnis 16:20
Potsdam Orcas – Panionios GSS 9:21
Samstag, 21. Februar
VK Partizan Belgrad – Panionios GSS 11:13
Potsdam Orcas – GS Apollon Smyrnis 8:19
Sonntag, 22. Februar
Panionios GSS – GS Apollon Smyrnis 13:15
Potsdam Orcas – VK Partizan Belgrad 6:16


Abschlusstabelle Gruppe A

PlatzTeamSpieleTorePunkte
1.GS Apollon Smyrnis354:379
2.Panionios GSS347:356
3.VK Partizan Belgrad343:393
4.Potsdam Orcas323:560

Auf dem Bild: Bärenstarker Auftritt im blu: Arne Hofmann erzielte elf Treffer gegen die internationale Konkurrenz. (Sandra Seifert)