Platz zwei in der Zwischenrunde – Potsdam kämpft Anfang Juli in Düsseldorf um die Medaillen

Die U14-Wasserballer der Potsdam Orcas haben am Wochenende im Sportpark Luftschiffhafen einen großen Erfolg gefeiert. Mit zwei Siegen aus drei Spielen belegte das Team von Trainer André Laube und David Skillen den zweiten Platz der Zwischenrunde 2 und qualifizierte sich damit für das Final Four um die Deutsche Meisterschaft Anfang Juli in Düsseldorf.

„Es ist ein riesiger Erfolg für die Jungs. Das ist die Belohnung des harten Trainings. Wir wussten, dass es ein ganz schweres Turnier wird. Das war es auch. Und wir freuen uns, dass wir unser ganz großes Ziel, um die Medaille mitspielen zu dürfen, bei den Deutschen Meisterschaften erreicht haben“, bilanzierte Trainer André Laube.

Starker Auftakt gegen Duisburg

Im ersten Spiel des Turniers trafen die Orcas auf den ASC Duisburg. Die Potsdamer starteten zunächst nervös und gerieten schnell mit 0:2 in Rückstand. Danach wurde das Team jedoch seiner Favoritenrolle gerecht und übernahm zunehmend die Kontrolle.

Vor allem die starke Defensive um Keeper Alan Tokmoldin bildete die Grundlage für den Erfolg. Aus einer sicheren Abwehr heraus erspielten sich die Orcas zahlreiche Chancen und zogen bis Mitte des zweiten Viertels auf 10:2 davon. Spätestens zu diesem Zeitpunkt war die Partie entschieden.

In der zweiten Halbzeit konnte Trainer André Laube viel rotieren und allen Spielern wertvolle Einsatzzeiten geben. Am Ende stand ein souveräner 21:9-Erfolg (6:2, 6:1, 4:4, 5:2).

Derby-Sieg ebnet den Weg zur Endrunde

Am Samstagabend folgte das vermutlich vorentscheidende Spiel um die Qualifikation: das Derby gegen die Wasserfreunde Spandau 04. Beide Mannschaften hatten sich in dieser Saison bereits mehrfach gegenübergestanden und dabei um die Titel im Osten gekämpft. Zweimal – in Pokal und Meisterschaften – hatten die Orcas knapp die Nase vorn – und auch diesmal sollte Potsdam jubeln.

Zunächst erwischten die Berliner den besseren Start und führten mit 2:0 sowie später mit 3:1. Mitte des zweiten Viertels gelang Potsdam der Ausgleich zum 4:4, kurz darauf folgte die erste Führung zum 5:4.

Doch Spandau blieb hartnäckig. Bis zum Ende des dritten Abschnitts kämpften sich die Gäste immer wieder zurück und stellten beim 9:9 erneut Gleichstand her. Im Schlussviertel zeigten die Orcas dann ihre ganze Stärke. Mit einem 3:0-Lauf machten sie den Derby-Erfolg perfekt und gewannen verdient mit 12:9 (1:3, 4:2, 4:4, 3:0).

Da auch der Post SV Nürnberg seine beiden Samstagsspiele souverän gewann, standen die beiden Qualifikanten der Potsdamer Zwischenrunde bereits vor dem letzten Turniertag fest: Nürnberg und Potsdam.

Spannender Abschluss gegen Nürnberg

Im abschließenden Duell gegen den Post SV Nürnberg ging es zwar nicht mehr um die Qualifikation, dennoch wollten beide Teams ein Zeichen für das Endrunden-Turnier setzen. Entsprechend intensiv entwickelte sich eine Partie auf hohem Niveau.

Die Orcas starteten stark und gingen mit 2:0 in Führung. Auch beim 4:2 und 5:3 lag Potsdam vorne. Zu Beginn des dritten Viertels übernahm Nürnberg jedoch erstmals beim 6:5 die Führung.

Die Potsdamer antworteten immer wieder und glichen zum 6:6, 7:7, 8:8 und schließlich 9:9 aus. Lange sah alles nach einer Punkteteilung aus. Doch in den letzten 50 Sekunden gelang Nürnberg mit zwei Treffern zum 10:9 und 11:9 (2:3, 3:2, 1:1, 5:3) die Entscheidung. Damit sicherten sich die Franken den Turniersieg.

Medaillenjagd Anfang Juli in Düsseldorf

Nun beginnt die Vorbereitung auf das Final Four Anfang Juli in Düsseldorf. Dort treffen die Potsdam Orcas erneut auf den Post SV Nürnberg. Komplettiert wird das Teilnehmerfeld durch die favorisierten White Sharks Hannover sowie den Düsseldorfer SC. Im Modus „Jeder gegen Jeden“ werden der deutsche Meistertitel und die Medaillen ausgespielt.

Trainer André Laube blickt optimistisch auf die Endrunde: „Wenn die Jungs weiterhin so motiviert trainieren, haben wir durchaus die Chance, um eine Medaille mitzuspielen. Das Teilnehmerfeld ist sehr ausgeglichen. Wir werden uns bestmöglich vorbereiten und hoffen, am Ende mit einer Medaille nach Potsdam zurückzukehren.“

Potsdam:
Torhüter: Alan Tokmoldin, Nils Beliaev
Feldspieler: Jaroslav Buzhov (17), Oskar Kärgel (5), Bertalan Pinter (2), Anton Ottilie, Rafael Schmidt (3), Amos Langhof, Moritz Waindok, Joshua Schneider (3), Leo Harnisch, William Gräßner (4), Vincent Drescher (8), Rafael Paul, Jakob Reuter

U14 Zwischenrunde DM in Potsdam

Potsdam Orcas               –             ASC Duisburg                  21:9
Post SV Nürnberg           –             WF Spandau 04               14:7
Post-SV Nürnberg          –             ASC Duisburg                  20:11
Potsdam Orcas               –             WF Spandau 04               12:9
ASC Duisburg                  –             WF Spandau 04               8:13
Potsdam Orcas               –             Post SV Nürnberg           9:11

  1. Post-SV Nürnberg                    3/3        45:27    9       
  2. Potsdam Orcas                         3/3        42:29    6
  3. WF Spandau 04                        3/3        29:34    3
  4. ASC Duisburg                            3/3        28:54    0
Auf dem Bild: Stärkster Werfer der Potsdam Orcas am Wochenende am Luftschiffhafen: Jaroslav Buzhov erzielte 17 der 42 Potsdamer Tore. (Foto: Sandra Seifert)
Auf dem Bild: Stärkster Werfer der Potsdam Orcas am Wochenende am Luftschiffhafen: Jaroslav Buzhov erzielte 17 der 42 Potsdamer Tore. (Foto: Sandra Seifert)