Orca-Nachwuchs-Trainer Klaus Krohse feiert seinen 90. Geburtstag
Auf Klaus Krohse ist einfach Verlass: Jeden Dienstag steht er am Beckenrand des Sport- und Freizeitbades blu und unterstützt ehrenamtlich das Trainerteam der Potsdam Orcas bei den Jüngsten des Vereins. Heute (20.03.) feiert der gebürtige Potsdamer seinen 90. Geburtstag – ganz klein im Kreise seiner engsten Familie.
Die ganz große Bühne war nie seine Sache. „Ich halte mich lieber im Hintergrund“, sagt Krohse, der Anfang der 90er-Jahre zusammen mit Harry Volbert (92) dem Wasserballsport in Potsdam wieder Leben einhauchte. Seine Rolle sah Krohse aber mehr in der Trainingsarbeit mit den Kids, fuhr zu Beginn seiner Übungsleitertätigkeit auch in die intensiven Trainingslager nach Lindow oder Tschechien. Einer seiner Schützlinge war damals auch der jetzt 46-jährige André Laube, Trainer und sportlicher Leiter bei den Orcas. „Ich erinnere mich noch gern an die ersten Jahre im Nachwuchs. Herr Krohse hat mich nicht nur im Wasserball, sondern auch beim Skat verbessert“, schmunzelt Laube. „Viele unserer Spieler haben Klaus viel zu verdanken. Irgendwie hat er ganz großen Anteil an den so tollen individuellen Entwicklungen vieler Aktiver.“ Unter anderem hatte er auch spätere Herren-Nationalspieler wie Mories Kutschke, Erik Miers, Hannes Schulz und Ferdinand Korbel unter seinen Fittichen.
Der Wasserballsport begleitete Krohse fast sein ganzes Leben. Mit 13 Jahren war er mit Freunden in der Babelsberger Badeanstalt an der Nuthe-Mündung. „Wir haben den Schwimmern beim Training zugeschaut und die haben uns gefragt, ob wir auch mal mitmachen wollen“, erinnert sich Krohse. „Meine Fußballschuhe waren zu klein und an neue nicht zu denken. Aus Fahnenstoff wurden Badehosen genäht und schon waren wir dabei.“ Rasch wurde der Linkshänder zu einem der torgefährlichsten Spieler seiner Mannschaft und feierte bei Rotation Babelsberg diverse Erfolge. Mit 16 Jahren wurde er als einziger Potsdamer in die Landesauswahl Brandenburg berufen. Anfang der 50er gab es rund zwölf Jugendmannschaften im Land. „Wasserball war damals sehr populär“, sagt er. Nach seinem Maschinenbaustudium in Wildau und einer kurzen beruflichen Abordnung nach Fetschau kehrte er 1957 zurück nach Potsdam und traf dort auf sehr talentierte Jugendliche. „Das war eigentlich unsere beste Zeit. Wir haben fünf Jahre in der 1. und 2. DDR-Liga gespielt.“ Trainiert wurde in der Regel im Werner-Alfred-Bad, gespielt wurde entweder in der Stadt Brandenburg, in Berlin oder im Freien. „Viele Hallenbäder gab es damals noch nicht.“ Mit dem Bau der Schwimmhalle am Brauhausberg, für die Krohse in der Lokomotivfabrik „Karl-Marx“ verantwortlich für die Fertigung der Stahlteile war, fand der Sport Anfang der 70er ein neues Zuhause – allerdings unter schlechten Bedingungen. Wegen des damaligen Beschlusses der DDR-Regierung, die Sportart Wasserball nicht mehr zu fördern, gab es kaum Trainingsmöglichkeiten im neuen Bad. „Wir sollten wir ab 22 Uhr spielen – für uns als Berufstätige echt schwierig. Meist sind wir nur auf einer Bahn geschwommen und haben dann noch an Freundschaftsturnieren teilgenommen.“
Der Wasserballsport begleitete Krohse fast sein ganzes Leben. Mit 13 Jahren war er mit Freunden in der Babelsberger Badeanstalt an der Nuthe-Mündung. „Wir haben den Schwimmern beim Training zugeschaut und die haben uns gefragt, ob wir auch mal mitmachen wollen“, erinnert sich Krohse. „Meine Fußballschuhe waren zu klein und an neue nicht zu denken. Aus Fahnenstoff wurden Badehosen genäht und schon waren wir dabei.“ Rasch wurde der Linkshänder zu einem der torgefährlichsten Spieler seiner Mannschaft und feierte bei Rotation Babelsberg diverse Erfolge. Mit 16 Jahren wurde er als einziger Potsdamer in die Landesauswahl Brandenburg berufen. Anfang der 50er gab es rund zwölf Jugendmannschaften im Land. „Wasserball war damals sehr populär“, sagt er. Nach seinem Maschinenbaustudium in Wildau und einer kurzen beruflichen Abordnung nach Fetschau kehrte er 1957 zurück nach Potsdam und traf dort auf sehr talentierte Jugendliche. „Das war eigentlich unsere beste Zeit. Wir haben fünf Jahre in der 1. und 2. DDR-Liga gespielt.“ Trainiert wurde in der Regel im Werner-Alfred-Bad, gespielt wurde entweder in der Stadt Brandenburg, in Berlin oder im Freien. „Viele Hallenbäder gab es damals noch nicht.“ Mit dem Bau der Schwimmhalle am Brauhausberg, für die Krohse in der Lokomotivfabrik „Karl-Marx“ verantwortlich für die Fertigung der Stahlteile war, fand der Sport Anfang der 70er ein neues Zuhause – allerdings unter schlechten Bedingungen. Wegen des damaligen Beschlusses der DDR-Regierung, die Sportart Wasserball nicht mehr zu fördern, gab es kaum Trainingsmöglichkeiten im neuen Bad. „Wir sollten wir ab 22 Uhr spielen – für uns als Berufstätige echt schwierig. Meist sind wir nur auf einer Bahn geschwommen und haben dann noch an Freundschaftsturnieren teilgenommen.“
Playoff-Fieber in Potsdam. JETZT Tickets sichern!
Richtigen Wind bekam der Sport erst wieder 1992 durch die Initiative von Harry Volbert, der Krohse bat, ihn zu unterstützen. „Als Wasserballer waren wir keine Freunde“, lacht er. „Harry war als Brandenburger unser größter Rivale. Aber als Trainer haben wir sehr gut zusammengearbeitet.“
Genauso treu wie dem Wasserball-Sport war Klaus immer seiner Frau Hannelore; im April feiern sie ihren 64. Hochzeitstag. Sohn Olaf hat ebenfalls am heutigen Tag (20.03.) Geburtstag (62). Genau wie alle Potsdamer Wasserballer werden ihm sicher seine jeweils beiden Enkel und Urenkel zum Ehrentag gratulieren. Auf die Frage, wie lange er noch am Beckenrand bei den acht- bis elfjährigen Orca-Kids steht, antwortet Klaus Krohse: „Mir macht es noch unglaublich Spaß und hält mich fit. Solange das so bleibt, komme ich weiterhin gern in die Halle.“
