Fantastischer Kampfgeist des ASC Brandenburg im blu bleibt unbelohnt
Dramatik pur beim Havelderby im Sport- und Freizeitbad blu: Im Spitzenspiel der Wasserball-Liga Ost zwischen den Potsdam Orcas II und dem ASC Brandenburg machten die Gäste einen lange sicher geglaubten Sieg der Hausherren noch einmal spannend. Nachdem die zweite Mannschaft der Orcas bereits mit sieben Toren geführt hatte, stand am Ende lediglich ein 16:15-Erfolg (6:2, 6:4, 2:3, 2:6) zu Buche.
„Am Ende hätte sich Brandenburg mindestens einen Punkt verdient“, räumte Potsdams sportlicher Leiter der Wasserballer im OSC Potsdam, André Laube, ein. „Der Kampfgeist des ASC war beeindruckend, wir selbst haben allerdings eine schwache zweite Halbzeit gespielt.“
Mit dem Auftreten in den ersten beiden Vierteln konnten die Gastgeber um Trainer Slawomir Andruszkiewicz noch absolut zufrieden sein. Die Gäste fanden kaum Mittel gegen die eng gestaffelte Verteidigung der Orcas. In der Offensive nutzten Jonas Große, Bennet Grandke (2), Mason Irving, Fabian Liedtke und Noah Zelmer ihre Chancen konsequent und erspielten sich bis zur ersten Pause eine komfortable 6:2-Führung. Für das 12:6 zur Halbzeit sorgten im zweiten Viertel Liedtke, Grandke, Irving, Tom-Bendix Rygol, Tom-Luca Reisewitz und Zelmer.
Spätestens als Michael Vorogushyn zu Beginn des dritten Abschnitts mit einem sehenswerten Centertor auf 13:6 stellte, glaubte im Bad kaum noch jemand an ein Comeback der Brandenburger. Auch deren lautstarker Anhang auf der Tribüne wurde zunehmend leiser. Doch bereits ab der Mitte des Viertels, nach dem 13:7, geriet Sand ins Getriebe des Potsdamer Spiels. Mit einer 14:9-Führung ging es in den Schlussabschnitt.
Dort bäumte sich der ASC Brandenburg – nun wieder lautstark unterstützt von seinen Fans – noch einmal auf und dominierte plötzlich die Partie. Die Gäste verkürzten auf 14:12, ehe Zelmer das 15:12 erzielte. Doch auch das anschließende 16:13 brachte keine Vorentscheidung. Brandenburg blieb hartnäckig und verkürzte 36 Sekunden vor dem Ende auf 16:15. Der letzte Wurf der Gäste mit der Schlusssirene landete jedoch am Pfosten.
So behielt Potsdam die drei Punkte letztlich glücklich. Der OSC Potsdam geht mit nun neun Punkten und einem Torverhältnis von 65:35 als Tabellenführer in die Weihnachtspause und tritt am 11. Januar beim Erfurter SSC an.
Potsdam:
Torhüter: Maurice Lehmann, Willem Simon
Feldspieler: Tom-Bendix Rygol (1), Jonas Große (1), Bennet Grandke (3), Tom-Luca Reisewitz (1), Carl-Friedrich von Engel, Fabian Liedtke (2), Erik Miers, Linus Eggert, Paul Könnicke, Mason Irving (2), Michael Vorogushyn (3), Noah Zelmer (3)
Wasserball-Liga Ost 2025/26 – Spielplan Potsdam
| Datum | Uhrzeit | Heim | Gast | Ergebnis |
|---|---|---|---|---|
| 16.11.25 | 14:00 | Potsdam Orcas II | WU Magdeburg | 25:9 |
| 07.12.25 | 14:00 | SV Halle | Potsdam Orcas II | 11:24 |
| 14.12.25 | 12:00 | Potsdam Orcas II | ASC Brandenburg | 16:15 |
| 11.01.26 | 11:45 | Erfurter SSC | Potsdam Orcas II | |
| 24.01.26 | 18:15 | SWV TuR Dresden | Potsdam Orcas II | |
| 25.01.26 | 10:00 | SV Zwickau 04 | Potsdam Orcas II | |
| 01.02.26 | 14:00 | Potsdam Orcas II | SV Halle | |
| 07.02.26 | 20:00 | Potsdam Orcas II | SG Neukölln II | |
| 28.02.26 | 18:00 | WU Magdeburg | Potsdam Orcas II | |
| 15.03.26 | 12:00 | Potsdam Orcas II | Erfurter SSC | |
| 21.03.26 | 18:00 | Potsdam Orcas II | SC Wedding | |
| 18.04.26 | 16:00 | ASC Brandenburg | Potsdam Orcas II | |
| 25.04.26 | Viertelfinale Ost-Pokal | |||
| 10.05.26 | 12:00 | SG Neukölln II | Potsdam Orcas II | |
| 13./14.06.26 | FINAL FOUR Ost-Pokal | |||
| 20.06.26 | 18:00 | Potsdam Orcas II | SWV TuR Dresden | |
| 21.06.26 | 11:00 | Potsdam Orcas II | SV Zwickau 04 | |
| ??.??.?? | ??:?? | SC Wedding | Potsdam Orcas II | |
- Potsdam Orcas II 3/16 65:35 9
- SV Zwickau 04 4/16 70:49 9
- ASC Brandenburg 03 4/16 69:54 9
- WU Magdeburg 5/16 69:101 6
- SG Neukölln II 1/16 22:11 3
- SC Wedding 2/16 26:24 3
- SV Halle 5/16 54:83 3
- Erfurter SSC 1/16 13:17 0
- SWV TuR Dresden 3/16 33:47 0

Foto: Bennet Grandke überzeugte mit einer starken ersten Halbzeit und drei Treffern. Aufgrund von drei persönlichen Fehlern kam er nach dem Seitenwechsel nicht mehr zum Einsatz und fehlte danach spürbar. (Foto: Sandra Seifert)