Über 200 Kids im blu / Orca-Nachwuchs mit Gold und Silber

Das Potsdamer MBS-Wasserball-Weihnachtsturnier war erneut ein voller Erfolg. Jeweils neun Teams in den Altersklassen U14 und U12 kämpften auf zwei Spielfeldern in insgesamt 36 Matches in der 25. Auflage des Traditionsturniers um die von der Mittelbrandenburgischen Sparkasse gestifteten Pokale. Mit dem Sieg des Gastgebers Potsdam Orcas in der U14 blieb eine der Trophäen an der Havel. In der U12 sicherte sich der SC Hellas Hildesheim den Gesamtsieg; Silber ging an Potsdam.

„Die Platzierungen spielen gar nicht so die große Rolle“, sagte André Laube, sportlicher Leiter der Orcas und Organisator des Turniers. „Vielmehr ist es ein Treffen vieler Wasserball-Freunde und über 200 Wasserball-Kids. Die Stimmung war sensationell.“ Besonders berührend sei der Besuch zweier Trainerlegenden gewesen. Der 91-jährige Potsdamer Harry Volbert und Gerhard „Titi“ Tiedtke (87) aus Berlin ließen es sich nicht nehmen, den neuen Wasserball-Generationen zuzuschauen.

Die Gruppenphase absolvierten die von einigen älteren Jugendspielern gecoachten U14-Orcas souverän. Zum Auftakt siegte Potsdam gegen den SC DHfK Leipzig 6:2. Die Sachsen – vor Wochenfrist Dritter des Deutschen Pokals geworden – hatten viele krankheitsbedingte Ausfälle zu beklagen. Mit 15:2 wurde dann der SWV Plauen geschlagen. Das sich anschließende Dreierturnier der Vorrunden-Sieger um die MBS-Pokale war an Spannung kaum zu überbieten. Nach 0:3-Rückstand gegen die SG Neukölln drehten die Orcas richtig auf und gewannen noch 7:5, der Post-SV Nürnberg unterlag dem Gastgeber nach langem Kampf mit 3:5. Silber holte sich Nürnberg nach einem 7:4-Erfolg gegen Neukölln. Auf den Plätzen folgten die Wasserfreunde Spandau 04, der SVV Plauen, Leipzig, der SWV TuR Dresden, einer Spielgemeinschaft aus Potsdam/Neukölln und der SWV Plauen.

Die Orca-Kids der U12 erkämpften sich mit Siegen gegen Leipzig (6:1) und Spandau (7:0) den Sieg in der Vorrunde und die Qualifikation in die Runde der besten drei Teams. Dort drehten die Jungs von Trainer Gregor Karstedt in der zweiten Halbzeit einen 1:2-Rückstand noch in einen knappen 3:2-Erfolg. Gegen den späteren Turniersieger Hildesheim gelang aber vor allem offensiv nicht viel. Dort hieß es schließlich 1:5. Hinter den beiden Spitzenteams sicherte sich Neukölln den Bronzepokal vor Leipzig, dem ASC Brandenburg, dem Erfurter SSC, Spandau, Pneumant Fürstenwalde und den Minis – einem Team aus überwiegend U10-Spielern von Potsdam und Neukölln.

„Seit 27 Jahren gibt es inzwischen das Turnier.“, so Laube. Wegen Corona Sei das „erst“ die 25. Auflage gewesen. „Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Jahr, gehen nun aber in die verdiente Weihnachtspause.“

Platzierungen:

U14 à 1. Potsdam Orcas; 2. Post-SV Nürnberg; 3. SG Neukölln; 4. WF Spandau 04; 5. SVV Plauen; 6. SC DHfK Leipzig; 7. SG SWV TuR Dresden; 8. SG Orcas; 9. SWV Plauen

U12 à 1. SC Hellas Hildesheim; 2. Potsdam Orcas; 3. SG Neukölln; 4. SC DHfK Leipzig; 5. ASC Brandenburg; 6. Erfurter SSC; 7. WF Spandau 04; 8. Pneumant Fürstenwalde; 9. Orca/SGN-Minis

U14 Potsdam: Torhüter Luka Hilgers/Alexander Korobkov, Kasimir Popp, Szilveszter Timár (2), Bruno Götz (6), Paul Oberpichler (2), Márton Szarvas, Rufus Große (7), Georg Metzler (6), Linus Eggert (5), Maxim Lucki (4), Thies Hörhager, Hannes Nitzsche, Max Burkhardt (1)

U12 Potsdam: Torhüter Erik Denkewitz, Jaroslav Buzhov (9), Rafael Schmidt (1), Oskar Kärgel (1), Anton Ottilie, William Grässner, Rafael Paul, Zsombor Timár, Leo Harnisch, Joschua Schneider (4), Bertalan Pinter, Vincent Drescher (2), Moritz Waindock

Minis Potsdam: Pia Oberpichler, Nikos Kakanatsas, Jakob Reuter, Johannes Lehr, Tamino Gühne, Liam Wesemann, Eric Troost, Pit Müller